Places We Love - Der Familien-Reisepodcast: Reiseziele & Hotels mit Kindern

Places We Love - Der Familien-Reisepodcast: Reiseziele & Hotels mit Kindern

Transkript

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00:00:00: Cindy: Eine Elternzeitreise ans andere Ende der Welt mit Baby durch Australien und Neuseeland. In dieser Folge erzählt meine Gästin Dori, wie das funktioniert hat. Bleib dran und hör, was die anderen Familie mitgeben möchte. Herzlich willkommen bei Reisezwerge on Air, dein Podcast rund ums Thema Urlaub und Reisen mit Kindern. Entdecke mit uns nah und ferne Traumziele für die ganze Familie. Ich bin Cindy und freue mich, dass du hörst. Heute habe ich eine ganz besondere Gästin bei mir im Podcast. Sie ist Mama eines Kleinkinds, liebt das Reisen mit ihrer Familie und hat sich in der Elternzeit einen Traum erfü eine mehrmonatige Reise nach Down Under. Genauer gesagt geht es nach Australien und Neuseeland. Wir sprechen heute darüber, wie das mit Baby überhaupt funktioniert, was bei der Planung wichtig war, was unterwegs gut lief und was sie anderen Familien mit auf den Weg geben möchte. Ich freue mich riesig, dass sie heute hier ist und uns mitnimmt auf ihre ganz persönliche Elternzeitreise ans andere Ende der Welt. Herzlich willkommen im Podcast, liebe Dori.

00:01:02: Dori: Vielen lieben Dank Cindy. Ich freue mich sehr hier zu sein.

00:01:05: Speaker 3: Ja, hallo Dori. Ich freue mich erstmal sehr, dass du Zeit hast, heute mit uns zu sprechen über deine Reiseerfahrung, weil eine Elternzeitreise ist, glaube ich, ein ganz großer Traum von vielen Familien, die sich auch die ein oder anderen Hörerinnen und Hörer hier erfüllen möchten. Und ich glaube, bei ganz vielen Familien steht Australien und auch Neuseeland so ein bisschen auf der heimlichen Wunschliste. Und viele wissen dann aber gar nicht, wie anfangen, wohin kann ich mit einem Baby gehen, wie mache ich das? Und ihr wart ja eine ganze Weile in beiden Ländern unterwegs. Magst du uns vielleicht mal verraten, wie lange eure Reise insgesamt erstmal war, dass wir das mal grob einordnen können?

00:01:43: Dori: Genau, also wir waren neun Wochen unterwegs insgesamt, davon dreieinhalb Wochen in Australien und fünfeinhalb in Neuseeland. Australien und Neuseeland standen schon lange auf unserer Liste, auch schon bevor wir ein Baby hatten. Aber meistens denkt man, wenn man schon so weit weg fliegt, dann muss man ja wirklich für einen längeren Zeitraum dahin, sonst lohnt es sich ja nicht allein mit den Flügen. Und dann dachten wir, ist das eigentlich das ideale Reiseland, um das während der Elternzeit zu machen, weil auch die medizinische Versorgung dort gut ist und es entwickelte Länder sind. Ja, und dann haben wir uns einfach.

00:02:19: Speaker 3: Getraut, wenn so dieser Entschluss steht, dass man okay, ich habe jetzt mein Ziel gefunden, dann geht es ja so ein bisschen an die Organisation. Und ich weiß jetzt nicht, wie es bei euch war. Bei unserer ersten Fernreise mit Kind habe ich gefühlt so wie so für so eine Expedition in die Antarktis gepackt. Also gefühlt muss man an alles denken und weiß manchmal gar nicht, wo man anfangen soll. Wie war das bei euch? Wie seid ihr da organisatorisch vorgegangen? Habt ihr schon die Route im Kopf gehabt oder habt ihr erst mal geguckt, okay, welche Impfungen brauche ich oder wie fängt man da an mit der Planung?

00:02:48: Dori: Also wir haben erst mal im Freundeskreis bisschen rumgefragt, wann überhaupt der beste Zeitpunkt ist, um mit einem Baby zu reisen und die meisten haben uns gesagt eigentlich bevor das Baby krabbeln kann, weil es dann einfach auch vom Flug, es schläft noch mehr, wenn es nicht so mobil ist. Es ist einfach alles einfacher, weniger Verletzungsgefahr, man muss weniger Sachen beachten. Das ging bei uns nur so mittelmäßig vom Reisezeitraum, weil das im Sommer gewesen wäre und da wäre es in Australien und Neuseeland noch zu kalt gewesen. Deswegen haben wir dann geguckt, okay, so September, da war unser Kleiner jetzt sieben Monate alt, haben natürlich auch den Kinderarzt gefragt, ob das rein medizinisch gesehen, ob da irgendwas dagegen spricht. Die war zum Glück unsere Kinderärztin auch in Australien und sie meinte auf jeden Fall machen das ist alles, also kein Problem. Wir haben es dann nach der U gemacht, da hat er auch schon die ersten Impfungen gehabt und sie hat gesagt, das ist alles super da viele haben Angst vor Spinnen oder Tieren, wir haben gar keine gesehen, von daher, das war alles super. Und dann haben wir uns auf den Herbst festgelegt, der war sieben Monate alt, hatten dann mit Australien angefangen, weil es da schon ein bisschen wärmer war und im Anschluss dann Neuseeland gemacht. Genau und dann der Flug war die erste Buchung von der Reise. Es war aber auch hat ziemlich lang gedauert, wie du schon gesagt hast, so die Überlegung überhaupt, wie lange will man in welchem Land bleiben? Ja, und was machen wir vor Ort? Da musste man natürlich erstmal schon einen groben Plan haben, um zu wissen, okay, was will ich alles sehen, wie lange brauche ich dafür? Und dann haben wir die Flüge gebucht. Genau.

00:04:24: Speaker 3: Ja. Magst du vielleicht mal kurz verraten, wie ihr geflogen seid, also von wo bis wo?

00:04:29: Dori: Ja, also wir haben uns für einen Gabelflug entschieden. Wir sind erstmal von Frankfurt über Singapur nach Brisbane geflogen, also an die Ostküste von Australien. Der Flug hin, der war echt, also war super. Wir hatten zwei Nachtflüge und dazwischen einen 5 Stunden Stopp in Singapur, sodass also auch unser Kleiner konnte sich ein bisschen bewegen und wir konnten uns auch die Beine vertreten. Ja, und er hat hin, also auf dem ersten Flug sieben Stunden geschlafen. Wir hatten uns so ein Bessinet gebucht, das war auch ein riesen Kopfzerbrechen, weil wir dachten mit sieben Monaten, da gibt es ja verschiedene Maße, die man online findet und wir waren total verunsichert, ob er da noch reinpassen würde und wollten es erst gar nicht buchen. Und der hat sogar noch auf dem Rückflug mit zehn Monaten reingepasst, also obwohl das irgendwie das Maß von der Lufthansa 67 cm sind. Also da kann ich sagen, für uns war das wirklich so ein Lifesaver, weil der auch super gut drin geschlafen hat und überhaupt die Sitze dort sind einfach viel komfortabler. Also für uns hat es sich auf jeden Fall gelohnt, aber wir haben sehr viel darüber nachgedacht und nichts wirklich so online gefunden, was uns so richtige Auskunft darüber gegeben hat, wie groß diese Bassimäus dann eigentlich sind.

00:05:47: Speaker 3: Das habe ich oft schon gehört, dass Eltern da so ein bisschen am Verzweifeln sind und man weiß es manchmal auch gar nicht so richtig. Ich meine, das Schöne ist ja, man hat die Gangreihe direkt hinter so einer Wand, wo man immer ein bisschen mehr Platz hat. Der Nachteil, was ich aber manchmal gehört habe, ist, dass wenn es Turbulenzen gibt oder so, ja, wenn sonst quasi für die normalen Passagiere das Anschnallzeichen kommt, dass man dann angeblich das Baby aus dem Basenett rausnehmen müsste und wieder auf den schoß. Stimmt das? Oder?

00:06:12: Dori: Also bei dem, ja, das stimmt. Aber wir hatten den Fall tatsächlich nur einmal auf dem Rückflug von Neuseeland nach Singapur, Da hatten wir eine kleinere Maschine und da waren, also angeblich waren ständig Turbulenzen, Wir haben eigentlich nichts davon gespürt, aber das Anzeichnarchen war die ganze Zeit an und dann haben wir ihn gar nicht erst reingelegt bzw. Am Anfang haben wir ihn kurz reingelegt und er ist eingeschlafen und dann ist er natürlich wieder aufgewacht, als wir ihn rausgehoben haben. Das war dann wirklich bisschen schwierig, aber dann haben wir einfach gewartet, bis wirklich wieder Ruhe war und die Zeit so lange zum Überbrücken hat er dann auf mir geschlafen und das ging auch. Und ansonsten kann man das Passing, finde ich auch super für Ablagefläche benutzen, auch wenn es jetzt blöd klingt, aber für uns war es wirklich super praktisch und wir hatten diesen Fall, Wir hatten insgesamt 5 längere Flüge und wirklich nur einmal mit den Turbulenzen.

00:07:07: Speaker 3: Deswegen ja, okay, dann ist es auf jeden Fall in Ordnung, weil das kommt, glaube ich, wirklich einfach auf den Flug drauf an. Sowas kann ja keiner vorhersehen, ob die Piloten da sehr viel denken, dass da Turbulenzen kommen könnten, weil manche schalten es dann einfach als Vorsichtsmaßnahme schon an, dieses Anschnallzeichen immer ist halt nicht immer ganz so einfach, das zu beurteilen. Aber das heißt, du würdest auf jeden Fall jedem empfehlen, dieses Basinet mitzubuchen, wenn.

00:07:35: Dori: Wenn man das kann. Ja, also wir fanden es super. Teilweise gab es das auch. Also bei manchen mussten wir es extra buchen, bei manchen Flügen haben wir es einfach direkt bekommen. Sobald die gesehen haben, wir fliegen mit Baby, haben wir einfach direkt die Reihe bekommen und das Bassinet dazu. Ja, also für uns hat es sich auf jeden Fall gelohnt.

00:07:53: Speaker 3: Das hört sich gut an. Du, dann seid ihr ja nach Brisbane geflogen und wie sah denn dort die Route aus? Also ihr wart, nehme ich mal an, nur an der Ostküste dann in Australien, oder? Weil das sind ja schon unglaubliche Entfernungen, auch wenn man da von Norden nach Süden fährt.

00:08:08: Dori: Ja, genau. Also das war auch ein schwieriger Teil der Planung, weil man neigt ja dann schon dazu, wenn man schon in Australien ist, dann möchte man möglichst viel sehen und sich von diesem Gedanken so ein bisschen zu verabschieden war gar nicht so leicht, weil man hat Also es ist unser erstes Kind, deswegen hatten wir auch noch nicht so viel Erfahrungen, wie es ist, mit Baby zu reisen und viele haben uns aber nehmt euch lieber weniger vor und macht dafür mehr Tage an einem Ort als irgendwie nur eine Nacht und dann direkt weiter. Und dann haben wir uns auch an diesen Ratschlag gehalten und wirklich nur die Ostküste gemacht und da auch überwiegend New South Wales und einen ganz kleinen Teil von Queensland in den dreieinhalb Wochen. Also wir sind von Brisbane mit mehreren Stopps runter nach Sydney gefahren. Wir waren in Byron Bay, Emerald Beach, in Newcastle, Port Macquarie und in Sydney, das aufgeteilt auf elf Tage. Und dann sind wir noch mal von Sydney zurück nach Brisbane geflogen und haben dann einen Teil von Queensland gemacht, Harvey Bay, Gary und Nusa. Also das war für uns auch insgesamt 24 Tage und es war für uns auch so wirklich perfekt, auch von den Fahrzeiten. Ich habe immer geschaut auf Google Maps, dass wir möglichst maximal so anderthalb, zwei Stunden fahren, weil das dann wirklich recht entspannt auch ist mit Baby. Wir hatten einen einzigen Tag, wo wir mal eine längere Strecke hatten, Das war ein bisschen anstrengend, aber sonst war es wirklich super Von den Entfernungen und Fahrzeiten.

00:09:43: Speaker 3: Hattet ihr einen normalen Mietwagen oder so einen Camper oder was man so manchmal in Australien sieht, wie die Leute unterwegs sind?

00:09:52: Dori: In Australien hatten wir einen normalen Mietwagen und dann alles Apartments. Das hatten wir auch alles vorab gebucht, Also die größte Planungsaufgabe, sage ich mal, weil wir dann uns festlegen mussten, wie viele Nächte wir an einem Ort sind. Und mit einem Camper ist man ja meistens schon flexibler. Aber dadurch, dass diese Strecken immer so gut gepasst haben und wir nie eine größere Strecke hatten, war es wirklich für uns so perfekt, auch mit den vorab gebuchten Unterkünften und allem.

00:10:21: Speaker 3: Gibt es denn einen Ort in Australien? Also wir kommen zu Neuseeland gleich noch, aber in Australien, wo du sagst, das war so das Highlight der Reise oder zwei, drei Highlights? Ich meine, wahrscheinlich ist alles erstmal wunderschön, aber vielleicht hast du irgendwie einen Ort, wo du sagst, der war richtig toll oder eine Unterkunft auch noch, die du gut empfehlen kannst.

00:10:41: Dori: Also wir fanden, also Australien generell hat uns absolut umgehauen. Wir haben es geliebt. Wir kamen dort an und haben uns wirklich direkt wie zu Hause gefühlt. Es gab wirklich, ich glaube, selten Länder, die uns so auf, ja, auf Anhieb so gut gefallen haben wie Australien. Also am schönsten Emerald Beach fanden wir richtig toll, Also gar nicht so den Ort, aber dort gibt es so einen kleinen Küstenabschnitt, wo ganz viele Kängurus sind und wir sind zum Sonnenaufgang dorthin gefahren und Da waren einfach 30 40 Kängurus, die da rumgehüpft sind, Die waren total friedlich, sind teilweise zu einem hingekommen und einfach dieses Erlebnis, Kängurus so hautnah zu erleben an dieser wunderschönen Küste mit dem Sonnenaufgang, das war einfach magisch. Also das würde ich auf jeden Fall jedem empfehlen, der nach Australien reist. Die sind auch immer da. Wir sind am nächsten Tag noch mal hingefahren, weil wir es so schön fanden und die waren dann immer noch da. Also das wäre auf jeden Fall eins der Highlights, die ich hervorheben würde. Dann städtemässig fanden wir Newcastle wirklich toll. Die Stadt ist etwas kleiner, aber wir fanden, sie hat wirklich alles, was man irgendwie braucht. Und da gibt es so eine riesige Strandpromenade, da gibt es Spielplätze, dann gibt es tolle Restaurants, man kann alles zu Fuß erkunden, tolle Strände. Also wir fanden die Stadt wirklich wunderschön und ich glaube, die ist auch noch so ein bisschen ein Geheimtipp, weil viele die weglassen, weil sie so nah an Sydney liegt. Und dann sagen die meisten, wenn ich nach Sydney fahre, dann muss ich nicht noch eine Stadt mitnehmen auf dem Weg. Aber wir fanden sie toll. Also würden wir auf jeden Fall noch mal machen. Und dann fanden wir eine Bootstour nach Gari, was früher Fraser Island hieß. Die war der absolute Hammer. Wir haben eine Herde von Walen hautnah neben unserem Boot gehabt. Da waren zehn männliche Wale, die ein Weibchen gejagt haben und das war so ein Gänsehautmoment. Also es war wirklich fantastisch. Und da hatten wir vorher auch Angst, ob wir überhaupt so eine Bootstour mit einem Baby machen können. Aber die Crew, die war super, super lieb. Das Boot war auch etwas größer. Wir konnten unseren Kleinen auch da mal krabbeln lassen. Wir sind auch auf die Insel drauf mit einem kleineren Boot. Da hat er dann so eine kleine Live West bekommen. Also es war wirklich der Hammer und das würde ich auch jedem empfehlen.

00:13:20: Speaker 3: Das hört sich echt toll an. Vor allem, weil man fragt sich ja wirklich, kann ich mit Kind überhaupt diese typischen Sachen so machen, für die man vielleicht auch nach Australien kommt? Gerade eben die Tierwelt zu sehen oder wie du sagst, dann auch mal so einzigartige Erlebnisse wie eine Wahltour mitzumachen, dass man das einfach mal auch mit Kind erleben kann. Das ist schön. Die Australier sind, glaube ich, auch generell sehr kinderlieb oder wie habt ihr euch gefühlt? Also schon, dass man überall willkommen ist, auch in Restaurants und so.

00:13:46: Dori: Ja, absolut. Also wir haben selten so ein kinderfreundliches Land erlebt. Generell alle Wenn sie ein Baby sehen, you're gorgeous. You're gorgeous. Man wird direkt angesprochen, wenn man mit dem Kinderwagen irgendwo unterwegs ist, wird einem sofort Hilfe angeboten. Kann ich tragen helfen. Dann haben die Australier ein richtig cooles Konzept, das sind die Parents Rooms. Das sind so Räume für Eltern, die sind unterschiedlich ausgestattet, aber meistens ist mindestens eine Mikrowelle dort und eine Wickelstation und teilweise haben die sogar Sessel und einen Vorhang, dass man in Ruhe stillen oder das Fläschchen geben kann. Und die gibt es überall. Also die gibt es in Malls, die gibt es am Flughafen, die gibt es teilweise am Strand. Und das war für uns, also wir fanden dieses Konzept, wir finden es immer noch so so toll und es hat den Alltag so viel leichter gemacht, einfach gar nicht groß suchen zu müssen, wo kann ich mein Kind wickeln oder wo kann ich vielleicht mal in Ruhe stillen. Also das war wirklich toll.

00:14:49: Speaker 3: Das ist schön, ja, weil man vergisst es fast. Meine sind ja schon ein bisschen größer jetzt, aber man vergisst wirklich fast, dass das so die größten Herausforderungen, glaube ich, erstmal so als Mama gerade sind, weil man denkt sich so, naja, ich will jetzt nicht in der Öffentlichkeit irgendwie stillen oder auch mit wickeln. Wo macht man das? Ich meine, klar, wenn jetzt Strandurlaub hast, dann kannst du sagen, das geht noch irgendwie. Aber immer wenn man unterwegs ist, so wie ihr jetzt ja seid, dann ist man ja schon darauf angewiesen, dass es irgendwo eine Infrastruktur dafür gibt. Und das finde ich jetzt ganz spannend, dass du sagst, diese Parents Rooms, dass es die einfach da fast überall gibt. Das ist echt schön. Also da sieht man einfach wieder, wie viel weiter viele Länder sind, was was so das ganze Thema Eltern betrifft. Weil ich erinnere mich zum Beispiel noch an eine Zeit, unsere Kleine war gut, die ist jetzt 9, die war damals noch ein Baby und wir waren in einem Babygeschäft, also sowas wie ein Baby One oder wie diese typischen, diese Ketten heißen, wo du so Babysachen kriegst. Und ich war mit mit der einen Tochter irgendwie unterwegs, haben irgendwas gesucht, mein Mann mit der Kleinen dann und die Windel musste gewechselt werden. Dann dachte man, na ja gut, dann geht er halt schnell die Windel wechseln. Wir sind ja ein Babygeschäft in einem wirklich großen und er musste auf die Damentoilette gehen, um dort quasi im Vorraum der Damentoilette das Kind zu wickeln und jeder hat ihn blöd angeguckt. Ja, was soll ich denn machen? Ich bin der Papa, ich bin jetzt hier, das Kind muss jetzt eine frische Windel anziehen und bei mir auf der Herrentoilette gibt es halt nichts. Und da habe ich gedacht, also das ist schon, wird mit Sicherheit mittlerweile anders sein, aber ich fand das wirklich ein Armutszeugnis, dass selbst in einem Babygeschäft es keine Wickelmöglichkeit für den Papa gibt, weil es gibt auch Papas, die alleine unterwegs sind mit ihrem Kind und sollen die dann immer auf die Damentoilette. Das ist dann auch nicht so toll. Da finde ich das Konzept Parents Room eigentlich wirklich schön, dass jeder so ein bisschen weiß, der ein Kind hat. Ich kann da mal reingehen und man kann auch mal kurz sich kümmern einfach um das Kind in Ruhe.

00:16:38: Dori: Genau, das ist dann auch meistens bei den Toiletten, aber eben nicht in der Frauen oder Herrentoilette, sondern einfach für alle Eltern einen Bereich.

00:16:46: Speaker 3: Ja, das finde ich super. Ich denke da so langsam, ich hoffe, kommt in Europa auch so ein bisschen Bewegung da rein, dass es ein bisschen Möglichkeiten gibt. Aber wir sind da glaube ich noch weit von entfernt. Gerade in Deutschland jetzt nicht gerade die kinderfreundlichste Nation leider.

00:17:02: Dori: Ja, das stimmt.

00:17:04: Speaker 3: Ja. Als ihr dann in Australien unterwegs wart, habt ihr eigentlich irgendwie besondere Impfungen im Vorfeld gebraucht, wo ihr schon wusstet, dass das muss das Kind haben oder?

00:17:15: Dori: Also ob wir haben unsere Kinderärztin gefragt und die meinte, dass man eigentlich die normalen von der STIKO empfohlenen Impfungen würden ausreichen, aber wenn wir fliegen oder auch einen Zwischenstopp machen und uns einfach wohler fühlen möchten, dann würde sie noch die Rota Impfung empfehlen, einfach gegen Durchfall, um da auch noch mal abgesichert zu sein.

00:17:38: Speaker 3: Ja, okay, aber ihr musstet jetzt sonst nichts irgendwie Spezielles als Vorkehrung treffen.

00:17:43: Dori: Nein, also da hat sie gesagt, das würde vollkommen ausreichen.

00:17:48: Speaker 3: Ja, das klingt doch schon mal ganz gut. Wie seid ihr denn dann weiter nach Neuseeland? Also von wo bis wo? Weil Neuseeland hat ja auch seine zwei Inseln. Wie habt ihr die Route weitergegeben?

00:18:01: Dori: Neuseeland war wirklich herausfordernd. Einmal, weil es halt so eine lange Zeit war und wir davor noch nie so lange gereist sind. Wir waren fünfeinhalb Wochen unterwegs und wir sind von Brisbane aus nach Auckland geflogen und dort hatten wir uns dann einen Camper geholt, also nicht so wie in Australien mit den Airbnbs. Deswegen hatten wir dann relativ, also wir konnten relativ flexibel gestalten, wo wir anhalten. Aber uns wurde vorab von Freunden empfohlen, dass wir zumindest schon mal die Fähre buchen, weil die wohl öfter mal ausgebucht ist, gerade wenn es Peak Season ist.

00:18:37: Speaker 3: Also meinst die Fähre von der Nordinsel zu der Südinsel, oder?

00:18:40: Dori: Ja, genau. Also die Fähre und unser Camper, den haben wir im Auckland geholt und den mussten wir auch wieder dort abgeben. Deswegen musste es auf jeden Fall eine Rundreise werden und wir konnten dann nicht irgendwie runterfahren, den Camper dort lassen und wieder zurückfliegen. Also mussten wir auch zwei Fähren buchen und das war wirklich sehr herausfordernd zu planen, wie viel Zeit man auf der Nordinsel verbringt, bis man dann rüberfährt und dann noch mal für die Rückfahrt auch wie viel Zeit man da einplanen sollte, um wieder nach Auckland zu kommen. Aber wir haben dann in fünfeinhalb Wochen beide Inseln gemacht und waren grob dreieinhalb Wochen auf der Südinsel und die restliche Zeit dann auf der Nordinsel schön.

00:19:23: Speaker 3: Wow, was für Orte würdest du denn in Neuseeland sagen? Also jeder, glaube ich, der Neuseeland hört, der stellt sich immer so ein bisschen die Hobbit Welt von Herr der Ringe vor, so ein bisschen das Hobbitdorf. Aber da gibt es ja noch viel mehr. Also die Natur muss ja wirklich atemberaubend schön sein. Also alle, die dort waren, die sind immer so begeistert von dieser wunderschönen Natur, die ja wirklich auch komplett anders aussieht als bei uns. Und ich denke, bei euch war es wahrscheinlich dann auch die Natur, oder? Die euch da umgehauen hat.

00:19:50: Dori: Ja, absolut. Also die Natur ist wirklich wie Märchen, anders kann man es gar nicht beschreiben. Also wie du eben schon gesagt hast, diese Hobbit Welt. Natürlich haben wir uns auch Hobbiton angeschaut. Also obwohl es sehr touristisch ist, fanden wir, dass es sich absolut gelohnt hat, weil es einfach so ist, wirklich wie im Märchen, auch wenn das so ein künstlich gebautes Dorf ist, die ganze Region rundherum sieht genauso aus wie im Film. Alles diese saftig grünen Hügel, überall Schafe. Also wir haben in unserem Leben noch nie so viele Schafe gesehen und das ist wirklich, also nirgendwo anders habe ich so viel Grün und so viel Schafe gesehen. Es ist einfach traumhaft schön. Da fanden wir auch die Nordinsel auch ein bisschen anders als die Südinsel. Viele sagen immer, ach die Südinsel, die ist viel schöner. Gut, wir haben jetzt natürlich auf der Südinsel mehr Zeit verbracht, vielleicht auch mehr dieser klassischen Highlights Stops gemacht. Deswegen, also uns hat sie auch zum Teil, würde ich sagen, besser gefallen als die Nordinsel. Aber dieses klassische Grüne fanden wir mehr, also war präsenter auf der Nordinsel.

00:21:03: Speaker 3: Was waren denn für euch so die Highlights dann auf der Südinsel, wenn du sagst, da gab es schon so viele, die so Klassiker sind? Also ich muss sagen, ich habe jetzt nicht so die typischen Klassiker im Kopf. Dazu habe ich mich persönlich zu wenig mit Neuseeland beschäftigt. Aber sag doch einfach mal vielleicht grob so, was ihr angesehen habt oder deine Top 3, was du auf jeden Fall bei dem nächsten Besuch mitmachen würdest wieder.

00:21:24: Dori: Also wir fanden Milford Sound traumhaft schön, ist eins der Weltwunder. Da segelt man durch die Fjorde mit ganz vielen Wasserfällen, man kann seltene Vögel beobachten und diese ganze Landschaft dort, also allein die Fahrt dorthin ist absolut atemberaubend. Die Berge dazwischen, diese Straße gefühlt im Nirgendwo und man fährt durch Wasserfälle durch und dadurch entsteht dann auch so ein ganz besonderes Licht, weil dieser Dunst von dem Wasser mit der Sonne, wenn man gutes Wetter hat natürlich. Aber das fanden wir wirklich atemberaubend schön. Dann waren wir auf der Südinsel im Norden beim Abel Tasman Nationalpark. Da kann man auch wundervoll wandern, der Küste entlang, teilweise Strände wie auf den Seychellen, türkisklares Wasser, also eine ganz andere Landschaft als das, was man so von dem klassischen Neuseeland im Kopf hat. Da waren wir wirklich überrascht, dass Neuseeland so solche Sandstrände mit so türkisblauem Wasser hat, hatten wir so gar nicht erwartet. Und von dort konnte man zu einem Strand gehen, der aus dem Star Wars Film sehr berühmt ist, weil der ganz einzigartige Klippen und Felsformationen hat. Und man fühlt sich dort wirklich, als wäre man am Ende der Welt oder auf einem anderen Planeten gelandet. Das Warai Riki Beach, das fanden wir auch wirklich absolut atemberaubend. Und unser Lieblingsort war Vanaka. Das ist ja so, ich hätte gesagt, einigermaßen in der Mitte von der Südinsel und der Ort ist so ein bisschen die schläfrigere Version von Queenstown, würde ich sagen. In Queenstown ist immer sehr viel los, da fliegen auch viele Leute, die die Südinsel besuchen, fliegen nach Queenstown und Wanaka ist nur so anderthalb Stunden entfernt von Queenstown, ist viel, viel ruhiger. Du hast tausend Ausflugsmöglichkeiten, super schöne Wanderungen, den See direkt vor der Nase und das war für uns, wir haben uns da sofort zu Hause gefühlt. Also Wanaka würden wir wirklich jedem empfehlen und gerade mit Baby, dadurch, dass es etwas ruhiger ist und man super viel Grün hat und diese Promenade, wo man entlang spazieren kann, würden wir auf jeden Fall empfehlen.

00:23:49: Speaker 3: Das hört sich echt sehr sehr schön an. Du sag mal, wenn wir jetzt gerade noch mal auf das Thema Baby zu sprechen kommen, wie sieht es denn aus mit der Nahrung? Ich meine, hast du damals noch, wenn er sieben Monate alt war, hast du gestillt voll oder hat er auch schon Sachen gegessen? Wie habt ihr das gemacht? Weil das ist glaube ich oft eine Frage, die kommt, kam bei uns zumindest ganz viel auch wo kriegt man Windeln her, wo kriegt man Brei her, Milchpulver eventuell? Ich denke mal in Australien und Neuseeland wird es relativ ähnlich wie bei uns sein, das gibt ja Geschäfte überall. Aber wie war das eine Umstellung für euch, oder?

00:24:24: Dori: Also ich habe überwiegend noch gestillt. Wir hatten kurz vor der Reise mit ein bisschen Beikost angefangen, hauptsächlich so Gurke, Avocado, solche Sachen. Oder ich habe ihm mal selbst was gebacken. Das ging dort natürlich nicht. Aber in den Supermärkten, eigentlich in jedem Supermarkt gab es Babynahrung, also dieses klassische Milchpulver Abtammel gab es dort auch. Dann gab es sehr viel Babybrei, aber da haben wir eine Weile gebraucht, bis wir den gefunden haben, weil der ist nicht wie bei uns in einem Glas, sondern in diesen Quetschis. Und ich finde, in Deutschland hat man im Kopf, ein Quetschi ist etwas Süßes, aber dort ist tatsächlich auch der normale, sag ich mal, Karottenbrei kommt auch aus solchen Quetschis.

00:25:11: Speaker 3: Ah, interessant, OK.

00:25:13: Dori: Ja, also das wussten wir am Anfang nicht, aber wir fanden es dann wirklich relativ praktisch, weil man das einfach dann da rausdrücken konnte und es viel weniger Dreck gemacht hat, sage ich mal. Also man konnte es viel besser portionieren und die waren auch alle organic und bio und ohne Salz und Zuckerzusätze. Also da gab es wirklich alles. Und auch von den Windeln her, da hatten wir auch erst überlegt, was nehmen wir mit. Aber da gibt es, also gerade in Neuseeland gibt es die Rascal Windeln, die gibt es ja hier auch in Deutschland und die finden wir super. Also ja, da haben wir wirklich alles gefunden, was wir gebraucht haben.

00:25:53: Speaker 3: Das hört sich gut an. Ja, weil das ist, glaube ich, noch so ein Punkt wirklich, der viele immer so ein bisschen stresst, wenn man einfach mit einem Baby unterwegs ist. Wir hatten das auch mal in Thailand, dass wir nichts wirklich gefunden haben an Brei oder so, was man hätte geben können. Ja, ich dachte auch, naja, jedes Kind ist doch Brei und wir waren ein Kaulak und im Supermarkt gab es nirgendwas. Also Windeln, klar schon, aber kein Babybrei und dann keine so Gläschen und nichts. Und wir haben gefragt, wie, wieso habt ihr da nichts? Und dann meinten die so, naja, die Babys bei uns essen Reis, also als erste feste Nahrung quasi, die essen dann halt schon Reis mit. Und sind wir damals noch, haben uns extra ein Mietauto genommen, um da nach Phuket in die Stadt wirklich zu fahren, eineinhalb Stunden lang, um dann in den großen, also wirklich so ein Hypermarket zu gehen, um da dann so Gläschen zu holen. Deswegen habe ich gefragt, weil wir auch in Thailand schon dachten, na komm, also ich meine, da fahren so viele Leute hin und die Kinder müssen ja auch was essen dort, Also das wird kein Problem sein. Aber manchmal ist man dann doch erstaunt, wie unterschiedlich von den Kulturen das einfach ist. Deswegen, auch wenn du jetzt sagst, man muss eher in der Quetschi Fraktion suchen und nicht in der Gläschen Fraktion, das ist, glaube ich, ein guter Tipp und auch wichtig zu wissen für viele Eltern.

00:26:58: Dori: Ja, aber grundsätzlich, also die Supermärkte dort waren riesig. Also selbst wenn es ein kleinerer Ort war, gefühlt waren sie fünfmal so groß wie in Deutschland. Von daher gab es da wirklich überall Babybrei.

00:27:11: Speaker 3: Ja, das ist auf jeden Fall schon mal, glaube ich, ganz wichtig und gute Beruhigung für alle Eltern. Sag mal, wenn du jetzt so auf die Reise zurückblickst mit Australien und Neuseeland, was macht diese Länder so besonders für eine Familienreise, wenn du sagst, so gerade Elternzeitreise, ich glaube, für den klassischen Familienurlaub, so zwei Wochen irgendwohin, ist es ja eigentlich zu kurz. Da ist wahrscheinlich selbst ein Land von beiden schon fast zu kurz wegen dem langen Flug. Aber für so eine Elternzeitreise bietet sich ja eigentlich ganz gut an, oder? Ich sag mal was, was würdest du sagen, was macht diese Länder so besonders? Oder warum sollte man sich dafür entscheiden, wenn man weiß, man hat jetzt mal acht Wochen zum Beispiel Zeit und man könnte ja stattdessen auch Spanien, Portugal bereisen beispielsweise.

00:27:57: Dori: Also Australien fanden wir also einerseits von der Tierwelt, wann sieht man Koalas oder Kängurus, also außer einem Zoo, aber wirklich in der freien Natur diese Tiere zu sehen, das war für uns schon sehr einzigartig. Dann die Menschen, wir fanden sie unfassbar freundlich, alle sind gut gelaunt und babyfreundlich. Also das war für uns auch wirklich mit einer der Gründe, warum die Reise so besonders geworden ist, einfach aufgrund der Menschen, die dort leben. Und Neuseeland fanden wir auch vom Klima sehr angenehm. Es war nie besonders heiß, es war nie besonders schwül. Dort gibt es tatsächlich auch keinerlei gefährliche Tiere, vor denen man Angst haben muss. Und die Natur war für uns wirklich atemberaubend. Also sowas haben wir jetzt hier in Europa nicht wirklich gesehen. Gut, man kann natürlich in Neuseeland auch mit dem Camper, das fanden wir so besonders, wirklich an ganz außergewöhnlichen Plätzen stehen bleiben und campen. Das kann man mittlerweile in Europa auch in sehr wenig Ländern. Also das ist auch auf jeden Fall etwas, was es noch mal besonderer macht.

00:29:10: Speaker 3: Das stimmt, ja, mit dem Camper. Seid ihr denn erfahrene Camper oder war das wirklich das erste Mal für euch, dass ihr gesagt habt, ihr mietet euch ein Campingfahrzeug und lebt quasi im Auto Oder habt ihr da schon vorher Erfahrung gehabt?

00:29:24: Dori: Wir haben nach Corona oder während Corona das erste Mal einen Camper gemietet, weil wir dachten, das ist die sicherste Art und Weise in dieser Zeit zu reisen und sind dann so ein bisschen auf den Geschmack gekommen, sage ich mal. Ab dem Jahr haben wir uns dann jedes Jahr einen Camper gemietet. Ja, deswegen. Also wir waren, glaube ich, davor fünfmal zusammen mit dem Camper unterwegs und haben es auch einmal getestet vorab für eine Woche mit unserem Baby.

00:29:51: Speaker 3: Ja, weil ich denke mal, das ist schon noch mal eine ganz andere Herausforderung, wenn du weißt, du bist einfach im Auto mit allem, mit deinem Wasser, mit Sauberkeit und so weiter. Also man hat ja wirklich nur dieses Fahrzeug und war das dann in Neuseeland dann einfach, ich sag mal, auch Plätze zu finden. Wie du schon sagst, man kann ja so ein bisschen wild campen quasi, aber hin und wieder musste ja auch irgendwie offizielle Plätze ansteuern, um auch Wasser zu tauschen oder so. Also ich bin echt, ich muss es zugeben, total unerfahren, was Thema Camping betrifft. Ich habe da auch wirklich einen Heidenrespekt vor, dass man sich da um dieses ganze zusätzliche Zeug noch kümmern muss, in Anführungszeichen.

00:30:27: Dori: Also wir haben so fifty fifty, hätte ich gesagt, gemacht, dass wir einen Teil freigestanden sind und dann immer mal wieder Campingplätze angesteuert hat. Dort haben wir aber auch gemerkt, dass teilweise manche Campingplätze auch schon ausgebucht waren, gerade so die beliebten, da gibt es Big Ten und Tasman Holiday Parks, da kann man auch so Mitgliedschaften abschließen und die waren wirklich, wenn man nicht vorab gebucht hat, hat man zum Teil keinen Platz bekommen. Zum Glück gab es dann immer Ausweichmöglichkeiten. Also wir sind jetzt nie irgendwie auf der Strecke geblieben, haben immer was gefunden. Aber wenn man einen speziellen haben möchte, mit vielleicht einem Spielplatz, einer Hüpfburg oder einem Pool, weil viele Campingplätze haben dann auch Pools, dann sollte man schon vorab buchen, würde ich sagen. Und was wir eigentlich am herausforderndsten fanden, also unser Camper, der war wirklich nur ein Fort Transit, das war eigentlich ein Raum, wir hatten eine Dusche, damit wir autark sein konnten. Das sind so Vorschriften, damit man freikämpft, campen kann, dass man eine Toilette und eine Dusche hat und die Natur unberührt bleibt. Aber wenn es mal geregnet hat zum Beispiel und wir keinen Campingplatz hatten und unser Kleiner dann um halb acht oder sieben schon geschlafen hat, dann saß man natürlich in diesem Camper und man konnte nicht raus. Man konnte sich auch nicht wirklich mehr unterhalten, weil sonst wird ja das Baby wach. Und das fanden wir dann zum Teil schon wirklich herausfordernd. Und da würden wir vielleicht den Tipp geben, ein größeres Fahrzeug oder irgendwie, wo man doch noch mal einen separaten Raum hat, dass man sich vielleicht auch noch nach der Schlafenszeit vom Baby auch bei Regenwetter irgendwie beschäftigen kann.

00:32:09: Speaker 3: Ja, das stimmt. Das ist ein guter Punkt, weil da denkt man gar nicht so drüber nach. Wo gehst du hin? Wie du schon sagst, wenn schlechtes Wetter ist und es kann überall passieren. Was würdest du denn so im Nachgang, wenn du so auf die Reise zurückblickst, sagen? Gibt es was, was ihr anders machen würdet oder würdet ihr es ganz genauso wieder machen?

00:32:27: Dori: Also wir würden es fast ganz genauso wieder machen. Also auf jeden Fall die Reisezeit fanden wir super. Wir würden auch noch länger unterwegs sein. Wir hatten erst Angst, oh Gott, neun Wochen, das ist so lang, aber es ging wirklich super schnell rum. Aber was ich eben angesprochen habe mit dem Camper, da würden wir uns denke ich eher einen etwas größeren holen oder aber wenn wir den selber nehmen würden, dann mehr auf Campingplätze ausweichen, dass man vielleicht dann irgendwie das Babyphone aufstellt und dann in so einen Gemeinschaftsraum gehen kann, wenn schlechtes Wetter ist, Ja, einfach, dass man da bisschen mehr Ausweichmöglichkeiten hat.

00:33:05: Speaker 3: Aber von der Route her, würdest du es quasi genauso wieder machen oder sagst du irgendwo hättest du gerne mehr Zeit verbracht oder irgendwo vielleicht weniger, weil du sagst, das war jetzt nicht so ein Highlight, obwohl es vielleicht im Reiseführer steht.

00:33:16: Dori: Also wir würden in Neuseeland grundsätzlich bisschen weniger Stopps machen, haben wir beide gesagt, weil die Strecken, das hatten wir ein bisschen unterschätzt. Eine Autobahn in Neuseeland ist zu 99 Prozent einspurig. Die Brücken, also bei den Brücken muss man stehen bleiben und den Gegenverkehr durchlassen oder halt je nachdem, wer Vorfahrt hat. Und es ist sehr sehr kurvig und teilweise braucht man da wirklich für die Strecken für 300 km über dreieinhalb Stunden. Und dann noch dieses kurvige. Also das haben wir ein bisschen unterschätzt, dass die Distanzen, obwohl das nicht groß ist, weil Australien ist riesig, aber da ist einfach die Autobahn besser ausgebaut und Neuseeland ist viel kleiner, aber man braucht viel viel länger für die Strecken.

00:34:02: Speaker 3: Wahnsinn, Das hätte ich jetzt eigentlich nicht erwartet, ehrlich gesagt. Das klingt auf jeden Fall mal echt spannend. Gibt es denn irgendwas, wo du sagst, das hättest du dir vor der Reise anders vorgestellt? Also jetzt mal abgesehen von der Strecke und dem Camper, auch gerade was jetzt Reisen mit Baby betrifft. Hast du dir das so vorgestellt, dass das so mit eurem Sohn klappt oder hast du Angst gehabt vorher, dass vielleicht irgendwas nicht klappt, was völlig unbegründet war?

00:34:29: Dori: Also ja, natürlich macht man sich Gedanken so weit weg, wie das sein wird, wie er überhaupt reagiert. Also ich glaube, eine unserer größten Ängste war, wie er auch mit der Zeitverschiebung dann klarkommt nach dem Flug. Aber wir hatten komischerweise keiner von uns Jetlag. Also wir waren direkt in der richtigen Zeitzone und auch mit den wechselnden Unterkünften. Das ist ja alles eine neue Umgebung. Aber das hat ihn auch überhaupt nicht gestört. Ich glaube, da hilft viel. Also sehen ja auch alle, gibt es solche und solche Lager, aber er schläft mit uns im Bett und ich habe, also ich meine, dass es für ihn dann egal ist, in welchem Bett er dann liegt, solange seine Eltern dabei sind. Und ich glaube, das hat uns bei der Reise einfach super viel geholfen, weil er wirklich überall direkt gut geschlafen hat, weil wir da einfach auch dabei waren.

00:35:21: Speaker 3: Ja, ich glaube auch, das ist wirklich ein ganz wichtiger Punkt, den du sagst, dass es eben den ganz kleinen Kindern eigentlich nicht darauf ankommt, wo sie sind, sondern mit wem sie irgendwo sind und dass sie einfach die Vertrauensperson dabei haben, die die gewohnten Gerüche quasi noch irgendwo haben und dann ist ihnen das wahrscheinlich völlig egal, wo auf der Welt sie sind. Das Gefühl hatten wir damals auch mit unseren Kindern, als sie sehr klein waren, dass die eigentlich überall sich zu Hause gefühlt haben. Hauptsache Mama und Papa sind da oder mindestens einer von beiden ist immer noch irgendwie zu sehen, dass es dann eigentlich völlig egal ist, wo man ist. Aber du hattest mir im Vorfeld ja auch geschrieben, dass das Erstaunliche eigentlich dann die Rückreise war. So ein bisschen gefühlt hat sich euer Kleiner nicht so wirklich an zu Hause erinnert. Und ich denke, das ist auch ganz normal, weil die Babys haben sich teilweise so schon nach einer Woche nicht mehr erinnert, dass sie vor einer Woche den und den gesehen haben. Das kommt ja dann auch erst so wirklich, dass man nicht mehr nur auf die Beziehung geht, sondern auch auf die Orte sich so ein bisschen mehr fokussiert als Kind. Sag mal, wie war das für euch? Woran habt ihr gemerkt, dass für ihn das jetzt zu Hause erstmal wieder so ungewohnt eigentlich ist?

00:36:26: Dori: Also ich glaube, das lag hauptsächlich daran, also das Schwierigste war, dass wir in diesem Camper fünfeinhalb Wochen waren und das war ja ein Raum. Das heißt, er hat uns immer gesehen, weil wir immer in denselben Raum waren oder er war im Kinderwagen oder in der Trage und dann kamen wir zu Hause an und also unsere Wohnung ist größer als ein Raum und sobald ich von dem einen Raum in den anderen gegangen bin, ist der komplett eskaliert und hat geweint. Und er wollte uns wirklich immer, sobald wir uns nicht gesehen hat, hat er Angst bekommen. Und das war für uns wirklich Also ich hätte nie damit gerechnet, dass das so viel ausmacht, dass man wirklich fünfeinhalb Wochen in einem Raum ist sozusagen, weil ja, er hatte einfach direkt Angst, wenn ich in einem anderen Raum war. Und das war wirklich erstmal für mich sehr anstrengend, weil mein Mann, der ist dann wieder arbeiten gegangen und ich war dann alleine und ich konnte wirklich nicht von der Seite von meinem Sohn weichen, weil der einfach Angst bekommen hat.

00:37:27: Speaker 3: Das ist interessant. Ja. Also ich kann das gut nachvollziehen. Wie hast du das dann gelöst, dass du immer so Stück für Stück mal gesagt hast, okay, ich gehe jetzt nur mal kurz ins Badezimmer und er konnte dich dann noch sehen? Oder wie hast du das wieder hingekriegt, dass er dann sich wieder ein bisschen dran gewöhnt hat, dass ihr mehr als einen Raum habt?

00:37:44: Dori: Ja, ich hab versucht immer zu reden, dass er zumindest schon mal meine Stimme hört und wie du gerade gesagt hast, ich habe dann einfach die Türen offen gelassen und also er konnte auch schon krabbeln, deswegen konnte er mir auch hinterher krabbeln, aber dass er einfach Guck mal, die Mama ist jetzt ins Bad gegangen. Also ich habe dann immer gesagt, ich gehe jetzt ins Bad und dann habe ich die Tür aufgelassen, dann konnte er hinterher und dann hat er sich mit der Zeit einfach wieder dran gewöhnt, dass es normal ist, dass ich in einem anderen Raum bin, aber ich verschwinde dann.

00:38:12: Speaker 3: Nicht und komme wieder nach dieser Reise. Würdest du sagen, das kann jeder als Eltern machen oder würdest du sagen, das ist eher was für entspannte Eltern oder dadurch wird man erst entspannter nach so einer Reise? Was ist da deine Empfehlung für andere Familien?

00:38:27: Dori: Also ich würde schon auf jeden Fall sagen, dass das jeder machen kann, wenn man Lust dazu hat. Man sollte es einfach probieren. Ich finde, also was soll schiefgehen? Ein Kind weint auch zu Hause. Dann finde ich, ob es jetzt am Strand weint oder zu Hause, solange die Eltern da sind, um es zu beruhigen, dann finde ich, kann nicht viel schiefgehen. Und wie gesagt, die medizinische Versorgung vor Ort ist auch gut und uns hat wirklich viel geholfen, dass wir einfach nicht versucht haben, uns so strikt an Pläne zu halten, sondern einfach flexibel waren. Jetzt am einen Tag haben wir gemerkt, okay, heute ist der etwas müder oder schläft länger. Dann haben wir nicht versucht, da tausend Sachen zu unternehmen, sondern haben wirklich uns ein bisschen weniger vorgenommen und konnten dann halt auch die Tage dementsprechend flexibel gestalten.

00:39:15: Speaker 3: Du sag mal, für die Einreise braucht man einfach nur seinen Reisepass, wenn man aus Deutschland kommt oder gibt es da noch andere Sachen, dass man Visum beantragen muss? Wie ist das mit Baby gewesen? Weil die brauchen ja mittlerweile auch schon einen richtigen Reisepass.

00:39:28: Dori: Ja, genau. Ja, also einen Reisepass haben wir für ihn gebraucht, den hatten wir fünf Wochen nach der Geburt schon machen lassen, damit er auf jeden Fall pünktlich kommt. Teilweise sind die Wartezeiten nämlich wirklich lang. Und für die Einreise haben wir sowohl für Australien als auch Neuseeland einen Äther gebraucht, so eine digitale Einreisebescheinigung, die kann man einfach online ausfüllen und für Neuseeland wurde jetzt, ich glaube auf 35 neuseeländische Dollar wurde die erhöht. Ich glaube Australien hat nichts oder sehr wenig gekostet, also wirklich nicht erwähnenswert. Neuseeland ist bisschen teurer, aber sonst braucht man nichts. Man wird im Flugzeug wird einem noch gesagt, was man nicht mit reinbringen darf. Da sind die Neuseeland ziemlich streng. Da fällt mir auch noch gerade ein Tipp ein, jetzt wo wir drüber sprechen, am besten keine Lebensmittel mitbringen, wenn man nicht zwei Stunden noch bei der Einreise in eine separate Schlange warten will, weil die sind da, die nehmen komplett das Gepäck auseinander und es wird jeder einzeln, alles wird einzeln angeschaut und durchsucht und abgefragt. Und das ist es also unserer Meinung nach wirklich nicht wert, weil es vor Ort genug gibt. Wir haben nämlich den Fehler gemacht und hatten aus Australien Sachen mitgebracht, weil wir dachten, wer weiß, wie es in Neuseeland ist und dann standen wir noch mal zwei Stunden mit Baby in dieser Schlei für die Einreise. Da würde ich jedem empfehlen, lieber keine Lebensmittel mitzubringen.

00:40:58: Speaker 3: Ja, das glaube ich. Hört man ja auch viel aus den USA früher schon, dass du da auch aufpassen musst, was du da noch mitnimmst. Selbst wenn du Schokolade hast, die nicht eingepackt ist, wegen Nüssen und keine Ahnung warum da wieder irgendwas war. Also man muss echt vorsichtig sein heutzutage. Das Gute ist, wie du schon sagst, man kriegt ja eigentlich in den meisten Ländern, also kriegt man ja alles. Also eigentlich müsste man gar nicht so viel an Proviant quasi mitnehmen. Aber gut zu wissen, dass man da besser aufpasst, dass man da keine Apfelstückchen oder irgendwas noch, was man so gepackt hat.

00:41:30: Dori: Ja, also dann lieber wegschmeißen oder davor essen, weil also wirklich, das ist unglaublich, wie viele Leute, wie viele, Ja, also da haben Leute teilweise Koffer voll mit Essen gehabt und bis die natürlich durch sind durch diese Kontrolle, das dauert.

00:41:47: Speaker 3: DOREEN Ja, liebe Dori, ich glaube, wir sind schon fast am Ende der Folge, aber du bist ja jemand, der gerne reist. Also ihr als Familie verreist sehr gern. Habt ihr dann schon irgendwas geplant demnächst, wo es wieder hingeht?

00:42:01: Dori: Ja, also erstmal sind wir in zwei Wochen wieder in Ungarn bei meiner Familie und für den Herbst hatten wir überlegt, das ist noch in Planung und noch nicht gebucht, aber entweder Montenegro oder Albanien zu bereisen. Also wir waren in noch keinem der beiden Länder und ich finde es immer schön, zumindest ein neues Land im Jahr gesehen zu haben. Genau, die beiden wären jetzt so für Herbst angedacht.

00:42:27: Speaker 3: Das klingt spannend. Montenegro haben wir vor zwei Jahren im Sommer gemacht. Kann ich sehr empfehlen. Ist ein wunderschönes Land. Das hört sich auf jeden Fall spannend an. Ich sehe schon, ihr seid auf jeden Fall begeistert immer für neue Länder, die nicht so das typische Reiseziel sind, sage ich mal, sind für Familien. Das finde ich total schön, weil es ist einfach toll, wenn man eben nicht immer nur, ich meine, natürlich sind Spanien und Italien auch wunderschöne Ziele, um Gottes willen, aber ich finde es auch klasse, wenn man so ein bisschen abseits dieser typischen Touristenziele ein bisschen was erkundet. Ja, und für die lieben Zuhörer da draußen, wenn ihr jetzt gerne ein bisschen mehr wissen wollt über Dori oder vielleicht auch einfach mal schauen wollt, wo genau sie da in Australien und Neuseeland unterwegs war, dann könnt ihr das gerne bei ihrem Instagram Profil machen unter Explorer Dori. Da findet ihr auch in den Highlights noch mal ganz, ganz viele Eindrücke von den Reisen, wunderschöne Bilder, richtig schön. Also ihr werdet sofort in Reisestimmung kommen. Es gibt auch noch mal eine kleine Zusammenfassung hier von unserem Interview auf unserem Blog zum Nachlesen. Und ja, dann freue ich mich jetzt, liebe Dori, dass du hier zu Gast warst, dass du dir die Zeit genommen hast, noch mal uns ein bisschen mitzunehmen auf eure Elternreise. Vielen lieben Dank für deine Zeit und ich wünsche dir ganz viel Freude bei euren nächsten Reisen und wir sind gespannt, wo es dich hinführt und freuen uns auch bei Instagram dich zu verfolgen.

00:43:52: Dori: Vielen lieben Dank, Cindy, es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Danke, dass ich dabei sein durfte bei deinem Podcast.

00:43:58: Cindy: Wenn dir diese Podcast Folge gefallen hat, dann freue ich mich sehr darüber, wenn du mir eine gute Bewertung da lässt bei Apple Music oder Spotify oder wo.

00:44:06: Speaker 3: Auch immer du diesen Podcast hörst.

00:44:08: Cindy: Und wenn dich solche Tipps rund ums Reisen interessieren, du keine Folge mehr verpassen möchtest, dann abonniere auch gerne meinen Newsletter. Da geht's immer um Reise News für Eltern. Und den Link dazu, den packe ich.

00:44:20: Speaker 3: Auch noch mal in die Show Notes.

00:44:21: Cindy: Genauso wie den Link zu Doris Profil hier und dass du alle Infos auf einem Blick hast. Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.