Places We Love - Der Familien-Reisepodcast: Reiseziele & Hotels mit Kindern

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Transkript

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Willkommen bei Places We Love. Ich freue mich, dass du heute wieder dabei bist, denn wir sprechen über etwas, das viele nervt, jeder kennt und niemand so richtig durchschaut: Flugpreise.

Warum sie sich ständig verändern, warum zwei Menschen denselben Flug suchen und völlig unterschiedliche Preise sehen und warum du vielleicht schon öfter mehr bezahlt hast, als du eigentlich müsstest.

Ich verspreche dir: Nach dieser Folge wirst du Flüge anders suchen. Und wahrscheinlich günstiger buchen.

Ich fange mal mit einer kleinen Beobachtung an, die ich immer wieder mache, wenn wir eine Reise planen.

Jemand öffnet den Laptop, sucht einen Flug, schließt den Tab wieder, guckt am nächsten Tag nochmal rein – und plötzlich ist derselbe Flug 80 Euro teurer.

Wir alle kennen diesen Moment:

„Oh nein, jetzt steigen die Preise, ich muss sofort buchen.“

Und ganz ehrlich: Mir ging es früher auch so. Dieses Gefühl, dass die Airlines einem beim Suchen zuschauen. Und das Absurde ist: Ganz falsch ist der Gedanke nicht. Viele denken ja, Flugpreise richten sich rein nach Nachfrage oder der Auslastung.

Aber ein großer Teil hängt tatsächlich damit zusammen, wie dein Browser aussieht.

Nicht die Marke, sondern die Spuren, die du hinterlässt.

Dein Gerät merkt sich, was du suchst, wie oft du dieselbe Strecke anschaust und welche Reisewebseiten du sonst noch besuchst.

Damit bekommt das System eine ziemlich klare Vorstellung davon, wie sehr du an dieser Route interessiert bist.

Und wenn du sehr interessiert wirkst, dann wirst du automatisch zu jemandem, der eher bereit ist zu zahlen. Es ist nicht so, dass eine Airline da sitzt und sagt:

„Ah, Cindy sucht schon wieder. Machen wir es mal teurer.“ So läuft das natürlich nicht.

Es ist eher wie ein Algorithmus, der versucht herauszufinden, wie wichtig dir dieser Flug ist. Er sieht zum Beispiel:

diese Strecke wurde schon mehrfach gesucht

der Nutzer war vorher auf Reiseblogs

der Nutzer hat andere Daten abgefragt

der Nutzer hat den Tab wieder geöffnet

Das klingt erstmal harmlos, aber in Summe entsteht ein Profil.

Ein Profil, das entscheidet, ob du eher ein spontaner Preissucher bist oder jemand, der „den Flug unbedingt braucht“. Ich habe vor einiger Zeit ein Gespräch mit einem Analysten geführt, der viel mit Preisalgorithmen arbeitet.

Und eine Aussage blieb bei mir hängen.

Er meinte:

„Die neutralsten Preise bekommt man immer dann, wenn man für das System quasi unsichtbar ist.“ Unsichtbar heißt: Nichts im Browser erinnert daran, dass du jemals Interesse an genau diesem Flug hattest. Für den Algorithmus sieht es aus, als würdest du ganz frisch und entspannt mal eben nach Preisen schauen. Und genau diese Neutralität macht den Unterschied. Wir alle machen etwas, das uns teurer kommt, ohne dass wir es beabsichtigen.

Wir suchen immer wieder dieselbe Strecke.

Wir lassen Tabs offen.

Wir vergleichen Anbieter und springen hin und her.

Und jeder dieser kleinen Schritte hinterlässt eine digitale Spur.

Wenn man es runterbricht:

Wir verraten dem System eigentlich die ganze Zeit, wie gern wir fliegen wollen.

Es gibt ja wahnsinnig viele Mythen rund ums Flugbuchen.

Tage, Uhrzeiten, angebliche Geheimtricks.

Aber das, was am meisten bringt, ist eigentlich extrem simpel:

1. Inkognito oder Privatmodus

Damit startest du in eine neutrale Suche.

2. Cookies löschen

Nicht nur die der Buchungsseite, sondern generell.

3. Cache leeren

Das ist quasi der Speicher deines Browsers für frühere Seiten.

4. Keine alten Flug-Tabs offen lassen

Wenn irgendwo im Hintergrund noch ein alter Tab schlummert, ist die Neutralität weg.

5. Und ja, auch mal Browser wechseln

Safari, Chrome, Firefox – jeder speichert ein bisschen anders.

Es geht nicht darum, das System auszutricksen. Es geht darum, die Preisdarstellung wieder in den Ausgangszustand zu bringen. Ich mag keine übertriebenen Versprechen und keine Fake-Zahlen. Was man aber aus verschiedenen Tests sieht: Wenn man wirklich neutral sucht, spart man oft zwischen fünfzehn und vierzig Prozent.

Natürlich nicht immer, aber oft genug, dass es sich lohnt. Bevor du das nächste Mal eine Flugseite öffnest, frag dich: Suche ich gerade wirklich neutral oder schleppe ich meine gesamte Browservergangenheit mit

Wenn du das einmal drin hast, wirst du merken: Die Preise fühlen sich plötzlich logischer an. Und oft auch fairer. Für mich ist dieses Thema deshalb so spannend, weil es zeigt, wie sehr digitale Gewohnheiten unseren Alltag beeinflussen, auch beim Reisen.

Und ich liebe es, wenn man mit ein paar kleinen Tricks einfach entspannter und smarter unterwegs sein kann.

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